BERLIN, aber oho

Viele haben Sebastian Brack und Norman Sievert am Anfang für verrückt erklärt: Sie wollten selbst Bitter-Limonaden und Ginger Ale produzieren und damit der großen Marke Schweppes Konkurrenz machen. Dabei ist keiner der beiden gelernter Lebensmitteltechniker – kennengelernt haben sie sich, als sie beide noch bei einem Start-up arbeiteten. Die ersten Experimente machten sie bei sich zu Hause mit einem Wassermax. Die Getränke sollten möglichst natürlich sein. „Wenn Ingwer drin ist, soll man auch Ingwer rausschmecken“, sagt Brack. So entstand ihr erstes Ginger Beer – ein alkoholfreies Getränk, das einen stärkeren Ingwergeschmack hat als Ginger Ale.

Wie Coca-Cola ließen sie ihre Rezepte schützen und suchten sich 2010 einen Mineralbrunnen, der ihre Tonics abfüllt. Mittlerweile haben sie sechs Getränke in ihrem Sortiment – vom klassischen Bitter Lemon bis hin zum Holunderblüten-Tonic. 2011 haben die beiden Wahlberliner davon bereits 3,5 Millionen Flaschen verkauft. Ihre Tonics und Limonaden gibt es nur in ausgewählten Klubs und Bars sowie in Feinkostläden. „Wir wollen bewusst nicht überall sein“, sagt Brack. „Unsere Getränke sollen etwas Besonderes bleiben.“ Carla Neuhaus

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