Dry January

Dry January

Drinks und Cocktails funktionieren nur mit Alkohol – ein weit verbreiteter Gedanke in vielen Köpfen. Doch auch ohne Alkohol können fantastische Drink-Kreationen gezaubert werden. Diese sogenannten „Mocktails“ stehen ihren mit Alkohol gemixten Verwandten in absolut nichts nach. Wir geben euch einen kompakten Einblick in die Welt der Mocktails inklusive dreier ausgefallener Drink-Kompositionen für zu Hause zum Selbermixen.

Das Thema „bewusste Ernährung“ ist längst nicht nur auf Essen beschränkt. Die Begriffe detox und sober living sind auch in der Getränkewelt von großer Bedeutung. Früher wurden alkoholfreie Cocktails oft noch belächelt und als kaum konkurrenzfähig zu ihren alkoholischen Kollegen angesehen. Inzwischen sind sie aus den Getränkekarten der besten Bars kaum mehr wegzudenken.

Das Spektrum bewegt sich dabei in weit größerem Rahmen als dem einfachen Weglassen von Alkohol bei altbekannten Cocktail Klassikern. Das erste Ziel vieler Barkeeper war es, eine möglichst nahe am Original orientierte alkoholfreie Version dieser Klassiker zu mixen. Mittlerweile sind Mocktails aber weit mehr als nur modifizierte Duplikate, sondern eigenständige Drinks, in denen sich Bartender mit viel Spielraum kreativ austoben können.

Neben dem geschmacklichen Erlebnis überzeugen alkoholfreie Cocktails auch auf einer weiteren Ebene. Durch Zutaten wie Säfte, Obst und Gemüse sind sie wahre Vitaminbomben. Auch Smoothies und Gewürze finden hier ihren Einsatz. Der Experimentierfreudigkeit sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und spätestens am nächsten Tag wird es der Körper danken, denn statt mit schwerem Kopf und Kater startet man frisch und mit Energie in den neuen Tag.

Wir stellen euch hier drei ganz besondere Kreationen vor: den Rhubarb Wonder mit Tonic Water, den Hibiscus Leaf mit Bitter Lemon sowie den Red Wonder mit Soda Water. Gemixt wurden sie allesamt mit dem neuen „Siegfried Wonderleaf“ Gin, welcher die Aromen der Botanicals von Gin in alkoholfreier Version in Drinks und Cocktails bringt.

Rhubarb Wonder
Barneuling

– 6 cl Siegfried Wonderleaf
– 1 cl Vanillesirup
– 3 cl Rhabarbersaft
– 3 cl Limettensaft
– Thomas Henry Tonic Water
– Garnitur: Rhabarber & Limettenzeste

Das Longdrinkglas mit Eis füllen und den Wonderleaf einfüllen. Anschließend Vanillesirup, Rhabarber- sowie Limettensaft hinzugeben. Zum Schluss mit Thomas Henry Tonic Water auffüllen, umrühren und mit Rhabarber und Limettenzeste garnieren.

Rhubarb Wonder

Hibiscus Leaf
Bartüftler

– 5 cl Siegfried Wonderleaf (Hibiscusinfusion)
– 2 cl Agavendicksaft
– 6 cl Salatgurkensaft
– 1 cl Grapefruit-Shrub
– Thomas Henry Bitter Lemon
– Garnitur: Hibiskusblüten

Den Shaker mit Eis füllen. Alle Zutaten bis auf das Thomas Henry Bitter Lemon hinzufügen und kräftig schütteln. Eiswürfel in das Tumbler Glas geben. Inhalt des Shakers darin doppelt abseihen, mit Thomas Henry Bitter Lemon auffüllen und Hibiskusblüten garnieren.

Zubereitung Siegfried Wonderleaf Hibiskus Infusion:
1,5 Liter Siegfried Wonderleaf in ein großes Gefäß geben und ca. 30 g getrockneten Hibiskus hinzugeben. Ca. 24 Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen und gesamte Flüssigkeit sieben.

Zubereitung Salatgurkensaft:
Salatgurke gut waschen. Die Gurke kann vor dem Entsaften geschält werden, dabei verliert sie allerdings an Bitternoten, den typischen Gurkengeschmack, und hat eine weniger grüne Farbe. Es wird empfohlen den Gurkensaft noch einmal durch ein Passiertuch zu geben. 3 Salatgurken ergeben ca. 600 ml bis 750 ml.

Zubereitung Grapefruit-Shrub:
1,5 Liter Pink Grapefruitsaft  in einem Topf zum Kochen bringen. Während die Flüssigkeit leicht kocht, 500 g weißen Rohrzucker hinzugeben. 80-90 ml Weißweinessig hinzugeben und abkühlen lassen. Anschließend kühl und dunkel lagern.

Hibiscus Leaf

Red Wonder
Mixologe

– 5 cl Siegfried Wonderleaf
– 2 cl weißer Schokoladen-Sirup
– 4 cl klares Erdbeer-Shrub
– Thomas Henry Soda Water
– Garnitur: 3 Tropfen Limettenöl

Alle Zutaten bis auf das Thomas Henry Soda Water in ein Rührglas geben und mit Eiswürfeln auffüllen. Die Flüssigkeit gut verrühren und das Coupette-Glas abseihen. Mit Thomas Henry Soda Water auffüllen und mit 3 Tropfen Limettenöl garnieren.

Zubereitung Erdbeer-Shrub:
Option 1: 500 g TK Erdbeeren mit 100 g Zucker und 100 ml Himbeeressig ca. 7 Minuten einkochen. Abkühlen lassen und die Masse pürieren. Masse durch ein Passiertuch und weiter durch einen Kaffeefilter sieben.
Option 2: 1 kg Erdbeeren pürieren und in 3 Portionen à ca. 300 g in einen Rotationsverdampfer geben. Das gewonnene Erdbeeröl wird mit 15 Tropfen auf 300 g Zucker und 100 ml Wasser und 50ml Weißweinessig eingekocht. Schonend für ca. 15 Minuten kochen und ein klarer Erdbeer-Shrub entsteht.

Zubereitung Limettenöl:
Die Schale von 4 Limetten andrücken und in 500 ml geschmackneutrales Rapsöl geben. Das Öl bei Raumtemperatur ca. 24 Stunden lagern und die Schale entfernen. Trocken und bei Raumtemperatur lagern.

Red Wonder

Diese einzigartigen Geschmackserlebnisse sind die optimale Verkörperung des Abwechslungsreichtums alkoholfreier Cocktails und bei jedem Drink-Abend eine würdige Alternative.

Wir wünschen ganz viel Spaß beim Selbermixen.

Cheers!

Drink in Colour – Living Coral ist die Farbe des Jahres 2019

Zum bereits 20. Mal hat das Pantone Color Institute die Farbe des Jahres gewählt: PANTONE 16-1546 Living Coral. Laut Experten spendet das „fröhliche, lebensbejahende Korallenrot mit goldenen Untertönen […] Energie und belebt auf sanfte Art“.

Bei der Wahl der Farbe des Jahres betrachtet das Institut Farbtrends in der Unterhaltungs-, Kunst und Filmbranche und in der Mode. Aber auch beliebte Reiseziele und die Natur selbst finden Einfluss in die Wahl der Pantone Farbe des Jahres.

Auch für Barkeeper und Hobby-Mixer an der Hausbar heißt es jetzt kreativ werden. Denn wer mit der Zeit geht, serviert nun Drinks in Living Coral. Wir sind kurz hinter der Bar verschwunden und präsentieren euch hier unsere Lieblingsdrinks in der Farbe des Jahres 2019. Viel Spaß beim Mixen:

Red Light District

RedLight_Ginger Ale

4 cl Vodka
2 cl frischer Limettensaft
6 cl Cranberrynektar
Thomas Henry Ginger Ale

GLAS: Longdrinkglas

Vodka, Limettensaft und Cranberrynektar in das mit Eis gefüllte Longdrinkglas geben. Ginger Ale elegant dazugießen.

Ten, Tea & Tonic

Geschmack: bitter, klassisch, kräuterig

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5 cl Tanqueray No Ten
1 Teebeutel nach Wahl
Thomas Henry Tonic Water

GLAS: Longdrinkglas

Teebeutel in das Gästeglas geben, mit Gin aufgiessen und ca. 2 Minuten ziehen lassen. Mit Eiswürfeln auffüllen und mit Thomas Henry Tonic Water aufgießen.

 

Monkey’s Fruit

Geschmack: bitter, klassisch, kräuterig

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4 cl Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin
2 cl Campari
1 cl Lillet Blanc
2 cl frischer Zitronensaft
2 cl Earl Grey Sirup
Thomas Henry Ultimate Grapefruit

GLAS: Double Old Fashioned | GARNITUR: Grapefruitzeste

Alle Zutaten außer Ultimate Grapefruit kräftig shaken. In ein Double-Old-Fashioned-Glas auf einen großen Eisball abseihen. Mit Thomas Henry Ultimate Grapefruit auffüllen. Garnitur hinzufügen. Genießen.

Globetrotter

Geschmack: exotisch, süß

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3 cl San Cosme Mezcal
1 cl Argalà Pastis
2 cl frischer Zitronesaft
1 cl Zuckersirup
Thomas Henry Cherry Blossom Tonic

GLAS: Tumbler | GARNITUR: Orangenzeste, Peychaud‘s Bitters

Alle Zutaten bis auf das Cherry Blossom Tonic auf Eis shaken und auf frisches Eis in das Glas abseihen. Mit Thomas Henry Cherry Blossom Tonic aufgießen. Zum Schluss mit fünf Dashes Peychaud‘s Bitters beträufeln und mit einer Orangenzeste garnieren.

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Grape Me 

Geschmack: fruchtig, sauer

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4 cl Henderson Gin
1 Barlöffel Vanillezucker
2 cl frischer Limettensaft
Vier Viertel Pink Grapefruit
Thomas Henry Ultimate Grapefruit

GLAS: Longdrinkglas | GARNITUR: Pink Grapefruitspalte

Grapefruit mit Vanillezucker im Gästeglas leicht andrücken. Gin und Limettensaft dazugeben und umrühren. Crushed Ice dazu und mit Ultimate Grapefruit auffüllen.

El Picador

Geschmack: klassisch, fruchtig

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5 cl Calle 23 Blanco Tequila
1,5 cl Cointreau
1,5 cl frischer Limettensaft
15 cl Thomas Henry Elderflower TonicGLAS: Longdrink-Glas | GARNITUR: 2 Streifen rote Paprika

Alle Zutaten über Eiswürfel in das Glas gießen. Kurz vorsichtig umrühren und mit den Paprikastreifen garnieren.

 

Madame Geneva

Geschmack: kräftig, fruchtig

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5 cl Madame Geneva Gin Blanc
1 cl Pink Grapefruitsaft
Thomas Henry Elderflower Tonic

GLAS: Kelchglas | GARNITUR: essbare Blüten

Gin und Pink Grapefruitsaft über Eiswürfel ins Gästeglas geben, mit Thomas Henry Elderflower Tonic aufgießen.

Winter im Glas mit unseren festlichen Drinks

Winterdrinks 2018

Wenn die warmen Tage des endlosen Sommers sich langsam dem Ende zu neigen, zieht der Winter ins Land. Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler, und man verbringt wieder gemütliche Stunden in der warmen Wohnung: Die Vorweihnachtszeit ist da. Weihnachtsmärkte sprießen aus den Böden, Kugeln und Kerzen finden ihren Weg zurück in die Wohnzimmer und vielleicht fällt sogar der erste Schnee. Da dürfen auch Glühwein und Punsch nicht fehlen, um schön von Innen zu wärmen. Für all diejenigen, die sich etwas Abwechslung im Glas wünschen, haben wir zusammen mit unseren Top-Influencern die perfekte Auswahl an Winterdrinks zusammengestellt, die garantiert jedem die Vorweihnachtszeit versüßen!

Als Grundlage für die Drinks dienten die Lieblingszutaten des Thomas Henry Influencer A-Teams Kevin, Kate, Jan und Sunita. Zusammen mit unserem Global Brand Ambassador Phum Sila-Trakoon entstanden so vier ganz unterschiedliche Winterdrinks, jeder mit persönlichem Touch.

In den dunklen Wintertagen werden auch die Drinks wieder schwerer. Ein Glück für Kevin, der den dunklen Spirituosen beim Mixen verfallen ist. In seinem BLACK KEV kombiniert er Rum mit Ahornsirup für eine besonders aromatische Süße. Aufgegossen mit Thomas Henry Ginger Ale gesellt sich eine würzige Note hinzu, die mit gerösteten Walnüssen als Garnitur das Ganze zu einem festtagstauglichen Drink abrundet.

BLACK KEV
Der Nussknacker unter den Drinks

– Eis
– 5 cl Rum
– 1 cl Ahornsirup
– Thomas Henry Ginger Ale
– Garnitur: geröstete Walnüsse

Fülle dein Longdrinkglas mit Eis, gib Rum und Ahornsiprup hinzu und rühre beides kalt. Fülle mit Thomas Henry Ginger Ale auf und garniere mit gerösteten Walnüssen.

Die nussige Note greift auch Jan passend zur Jahreszeit in seinem Drink namens ON WINTER auf. Als Spirituose seiner Wahl kommt Wermut zum Einsatz. Die Kräuteraromen treffen in seinem Drink auf die Süße des Mandelsirups. Mit seinem Lieblingsfiller, dem Thomas Henry Bitter Lemon, gibt er dem Drink nicht nur extra Fizz sondern rundert die krautigen und süßen Aromen mit Bitterness ab. Zum Schluss noch geröstete Mandeln darüber streuen et voilà, fertig ist der Winterzauber.

ON WINTER
Winter is coming

– Eis
– 5 cl roter Wermut
– 1 cl Mandelsirup
– Thomas Henry Bitter Lemon
– Garnitur: geröstete Mandeln

Fülle deinen Tumbler mit Eis, gib roter Wemut und Mandelsirup und rühre beides kalt. Fülle mit Thomas Henry Bitter Lemon auf und garniere mit gerösteten Mandeln.

Ein besonderes Geschmackserlebnis ist auch der CHRISTMAS PARADE von Kate, bei dem gleich mehrere jahreszeittypische Aromen Verwendung finden. So bildet hier die Kombination aus Kirschsaft und Vanillesirup die gaumenschmeichelnde Basis für den Drink. Hinzu kommt eine Note, die im Winter besonders als Tee sehr gerne getrunken wird: Ingwer. Diese schmiegt sich in Form des überraschend scharfen Thomas Henry Spicy Ginger an die fruchtig-süßen Noten. Im letzten Schritt wird einmal kräftig in die Keksdose gegriffen. Durch die harmonische Spekulatius- und Rosmarinzweig-Kombination erhält der Drink  seinen unverkennbaren Look.

CHRISTMAS PARADE
Scharfer Winter im Glas

– 5 cl Vodka
– 2 cl Kirschsaft
– 1 cl Vanillesirup
– Thomas Henry Spicy Ginger
– Garnitur: Spekulatius & Rosmarinzweig

Fülle deinen Tumbler mit Eis, gib Vodka, Kirschsaft und Vanillesirup hinzu und rühre alles kalt. Fülle mit Thomas Henry Spicy Ginger auf. Garniere mit Spekulatius & einem Rosmarinzweig.

Wer sich nach einem deftigen Weihnachtsmenü nach einem Digestif sehnt, für den hat sich Sunita etwas ganz Besonderes einfallen lassen, den SPARKLING SUNITA. Dieser Cocktail istein wahrlich festliches Geschmackserlebnis. Grundlage bildet hier das klassische Thomas Henry Tonic Water, – Sunitas Liebling aus der Tonic Range. In Kombination mit Whiskey, Honig und einem Espresso verwandelt sich das erfrischend bittere Tonic zu einem süß-prickelnden Wachmacher-Drink. Die festliche Krone wird dem Ganzen schließlich durch eine Garnitur aus Sternanis und Zimtstangen verliehen.

SPARKLING SUNITA
Dein No. 1 Winter-Digestif!

– 3,5 cl Whisky
– 1 Espresso
– 1 Teelöffel Honig
– Thomas Henry Tonic Water
– Garnitur: Sternanis oder Zimtstange

Fülle dein Sektglas mit Eis, gib Whiskey und Honig hinzu und rühre beides kalt. Fülle mit Thomas Henry Tonic Water auf und floate den Espresso langsam oben auf. Garniere mit Sternanis oder einer Zimtstange.

Wer in der Vorweihnachtszeit die gewohnten Geschmackseindrücke in einem neuen, aufregenden Gewand erleben möchte, liegt mit unseren Winterdrinks genau richtig. Mit diesem Ensemble bieten wir allen, denen Glühwein und Punsch zu langweilig ist, vier originelle Alternativen zum Selbermixen.

Bereit für die Weihnachtsfeiern und Festtage?

Cheers!

The Wheel of Spirits: Episode Kräuterlikör

Kräuterliköre

Das Thema Kräuterlikör geht unter der schier endlos wirkenden Anzahl an Spirituosen oft unter. Wir zeigen euch, dass hier weit mehr als nur Shots dahinter stecken!

Kräuterliköre stehen seit jeher in Verbindung mit Heilkräften und medizinischer Verwendung. Der Grund liegt vor allem darin, dass oft Apotheker, Ärzte oder Klosterbrüder bei der Entwicklung der Rezepturen ihre Hände im Spiel hatten. Wie und wo sie entstanden sind und wie sie hergestellt werden, das erkunden wir heute.

Zum Ruhm der Kräuter trug vor Allem ein namenhafter Doktor Names Anorldus de Villanova bei, Leibarzt mehrerer Könige und Päpste. Ihm wird zugeschrieben, im 13. Jhd. die Destillation in die Medizin eingeführt zu haben. Er nutzte bereits Mazerationsverfahren, um Wirkstoffe und Aromen aus Kräutern und anderen Pflanzen zu extrahieren. Zucker machte die bitteren Essenzen genießbarer, war zu jener Zeit aber sehr teuer. Als er durch die Kolonialisierungen billiger wurde, wurden Kräuterliköre erst richtig populär. In Frankreich gab es praktisch in jedem Ort einen „Liquoristen“ und so entstanden Im 17., 18. Und 19. Jhd. in Folge dessen viele der Liköre die wir heute noch kennen.

Das Herstellungsverfahren hat sich seit den Tagen Arnoldus im Prinzip kaum geändert. Agraralkohol wird genutzt um Aroma- und Wirkstoffe aus allen möglichen Kräutern und Pflanzen per Mazeration zu extrahieren – hier gilt: was einen nicht umbringt macht einen nur stärker. Je nach Rezeptur enthalten die Kräuterliköre bis zu 100 verschiedene Zutaten.
PROZESS: Die Mazeration kann von ein paar Stunden bis zu mehreren Wochen dauern. Nach der Mazeration wird der Alkohol mitsamt den extrahierten essentiellen Ölen noch ein bis zweimal destilliert. Das entstandene Destillat wird auf Trinkstärke reduziert und abgefüllt. Ein in der EU hergestellter Kräuterlikör muss einen Mindestgehalt von 100g Zucker/l aufweisen und einen Mindestalkeholgehalt von 15%Vol.

Um euch diese geschichtsträchtigen Spirituosen etwas näher zu bringen, haben wir ein paar Rezepte für euch vorbereitet die ihr in den nächsten Wochen nachmixen könnt: Den Fräulein Elster mit Mystic Mango, den Q! Borgmann mit Spicy Ginger und den Muli Mojito mit Elderflower Tonic.

Ich höffe euch hat unsere kleine Kräuterwanderung gefallen.
Ich sage Waidmanns Heil und bis zum nächsten Mal!
Cheers!

Getextet von Philipp Mogwitz.

Behind Bars: Toddy Tapper, Köln

Toddy Tapper

7 Fragen an Indika Silva

Indika Silva aus Köln gehört zweifellos zu den renommiertesten Bartendern Deutschlands. Er hat schon an vielen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen und hat zahlreichen Bars der Domstadt mit seinem Stil und seiner Gastfreundschaft einen ganz besonderen Stempel aufgedrückt. Seit Herbst 2016 hat er seine eigene Bar, das „Toddy Tapper“. Wir wollten wissen, was es mit dem Namen auf sich hat und was man hier unbedingt probieren sollte.

1. Indika, was bedeutet Toddy Tapper?
Ich komme aus Sri Lanka und habe in meiner Kindheit jeden Tag die Toddy Tapper bei der Arbeit gesehen – es ist ein abenteuerlicher, akrobatischer Beruf: Ein Toddy Tapper klettert Palmen hinauf, hängt einen Tontopf unter die Blüte und schneidet diese auf, damit der Palmnektar in den Topf läuft. Vorher schlägt er die Blüte, damit sie mehr Saft abgibt, weswegen man ihn „Tapper“ nennt. Und „Toddy“ ist der vergorene Palmnektar, aus dem Arrak gebrannt wird.

2. Arrak spielt bei euch als Spirituose eine große Rolle.
Absolut. Ein wichtiges Thema bei uns, wir machen viele Drinks damit.

3. Auch einen mit Thomas Henry?
Zum Beispiel unser meistverkauftes Getränk, die „Ceylon Mule“ mit Arrak, Palmzucker-Sirup, Yuzu-Konfitüre, Limettensaft und Thomas Henry Spicy Ginger.

4. Wie würdest du deine Bar in drei Worten beschreiben?
Asiatisch, gastfreundlich und würzig.

5. Warum würzig?
Weil wir mit vielen Gewürzen in den Drinks arbeiten – Kreuzkümmel, Kurkuma, Kardamom, Tamarinde … unser Gewürzsirup hat 18 verschiedene Gewürze in sich.

6. Für deine Gastfreundschaft bist du bekannt. Was macht sie für dich aus?
Wir begrüßen jeden Gast, wir verabschieden jeden Gast. Jeder bei uns hat eine Gastgeberrolle, wir bringen den Gästen ständig neues Wasser und fragen sie, ob alles in Ordnung ist, ob sie noch einen Wunsch haben. Aber ohne zu nerven (lacht). Wir fragen unsere Gäste auch nicht, ob sie noch was bestellen wollen, sondern ob sie sich bei uns wohlfühlen. Es ist wichtig, das immer wieder zu überprüfen, finde ich. Unsere Gäste sollen einen schönen Abend haben.

7. Und wenn dein Abend hinter der Bar zu Ende geht, was trinkst du dann gerne?
Wasser. Oder Grapefruit-Limonade.

Vielen Dank, Indika!

Toddy Tapper
Schillingstraße 27
50670 Köln
www.toddytapper.de

The Wheel of Spirits: Episode Scotch & Irish Whisk(e)y

Scotch & Irish

Whisk(e)y stellt global eine der beliebtesten Spirituosensorten dar und wird von Kennern weltweit geschätzt und geliebt. Wir setzen den Fokus hier auf schottischen Whisky, der sich gewaltig von seinem Cousin aus den USA, dem American Whiskey, unterscheidet. Heute geht die Reise also zu den Clans von William Wallace, Dudelsackmusik und auf die schottischen Inseln!

Whisky leitet sich von dem schottischem Wort uisge beatha ab (gesprochen: [ɯʃkʲe ‚bɛha], auch uschkeba und bedeutet Wasser des Lebens.

Aktuell sind 111 schottische Brennerein aktiv, die verschiedenen Regionen zugeordnet werden, welche gleichzeitig einen Überblick über die geschmackliche Charakteristik eines Whiskeys Auskunft geben. (Beispiel; Islay, Highlands, Speyside, Jura, Lowlands). In Irland sind es nur 18, die insgesamt milderen Whiskey produzieren (die alle gleich schmecken).

Der wichtigste Rohstoff für den Herstellungsprozess ist Getreide – welches gemälzt oder ungemälzt verwendet werden kann. Das Mälzen der – meistens Gerste – stellt bei vielen Whiskys einen entscheidenden Vorgang dar, denn dabei wandeln die beim Keimen aktivierten Enzyme die im Getreidekorn vorhandene Stärke (Amylose) in Malzzucker (Maltose) um. Das entstandene Grünmalz wird anschließend mit heißer Luft oder Rauch getrocknet um den Keimungsprozess zu stoppen (auch Darren genannt). In Schottland wird das Darren beispielsweise auf der Insel Islay gerne mit Torf befeuert, dabei gibt der Rauch seinen charakteristischen Geschmack an das frische Malz ab. Die Iren hingegen verwenden Torf nur sehr selten. Das geschrotete Malz wird dann mit Wasser gemischt zur Maische, vergoren und zweifach in den kupfernen Brennblasen mit ihren langen Schwanenhälsen auf 60-75%Vol. destilliert. Die anschließende jahrelange Reifezeit in einem Holzfass ist maßgeblich für den Geschmack des Whiskys.

Aber Aufgepasst: Pro Jahr verdunstet ein Teil des Inhaltes aus den Fässern – der sog. Angels Share.

Ist die Lagerung abgeschlossen muss der Whiskey mit mindestens 40%Vol abgefüllt werden. Hier unterscheidet man in verschiedene Kategorien, die immer recht explizit auf dem Label eines Whisky vermerkt sind. So steck in einem „Single Malt Scotch Whiskey“ beispielsweise ein Whiskey aus nur einer Destille (Single) in Schottland (scotch), aus gemältzer Gerste (Malt).

Wir finden, ihr solltet euch auch mal einen schönen „Swally“ gönnen – „until y‘a wee bit steamin!“– wie der Schotte sagt und haben für euch 3 Vorschläge vorbereitet: Einen Whiskey Highball mit Soda Water, den D.E.W. & Ginger mit Ginger Ale und den L’Irlandaise mit Tonic Water.

Ich hoffe unsere kleine schottische Revolution hat euch gefallen.
Ich sage Slaintje – Und bis zum nächsten Mal!
Cheers!

Getextet von Philipp Mogwitz.

Event Highlights im August 2018

Event Highlights Im August

It’s birthday time! Im August feierte der Influencer @dennmitch seinen 27. Geburtstag im schönen Süden Deutschlands, genauer gesagt: in Bayerns Landeshauptstadt und Fashion City München. Bei diesem besonderen Event durfte Thomas Henry mit seiner Vielfalt an erfrischenden Getränken selbstverständlich nicht fehlen!

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