Behind Bars: Gekkos

Einblick in die Bar Gekko in Frankfurt

Behind Bars im Gekkos in Frankfurt

Gerbermühle, Roomers, Bristol Hotel und Bar, Moriki, The Pure, Kane & Abel – hinter diesen Institutionen der Frankfurter Gastronomie- und Hotellerieszene steht das Erfolgsduo Micky Rosen und Alex Urseanu mit ihrem Unternehmen „Gekko Management“. Den Namen des putzigen kleinen Vertreters aus der Familie der Echsen trägt auch ihre 2010 gegründete Gekkos Bar im Frankfurter Hilton. Schwarzer Samt, dunkles Holz, edle Separees, goldfarbenes, indirektes Licht – zeitlos klassisch ist sie. Und doch keine Hotelbar im klassischen Sinne, in der vorwiegend Hotelgäste den Tag gediegen ausklingen lassen, sondern ein „place to be“ für die Frankfurter. Erklärt uns „Behind Bars“ der Assistant Bar Manager Neil Sweeney.

Neil, wir hätten einen britischeren Akzent in Deiner Aussprache vermutet.
(Lacht) Danke! Ich lebe schon seit 18 Jahren in Deutschland. Meine Eltern stammen aus der Nähe von Manchester, dort bin ich auch geboren.

Unser Namenspatron Thomas Henry stammt auch aus Manchester.
Stimmt, das ist eine schöne Verbindung. Thomas Henry Spicy Ginger verwenden wir für viele Drinks, vor allem für klassische Longdrinks wie Moscow Mule,  Dark´n´Stormy oder London Buck.

Seit wann bist Du Teil des Gekkos-Teams?
Seit ungefähr anderthalb Jahren. Vorher habe ich in Heidelberg gearbeitet, in verschiedenen Gastronomien von gutbürgerlichen Gaststätten über Irish Pubs bis zur Studentenkneipe, bunt gemischt. Ursprünglich bin ich gelernter Fremdsprachenkorrespondent. Aber dann habe ich mich entschieden, nicht in einem Büro zu arbeiten, sondern in der Gastronomie. Und jetzt bin ich hier.

Eine hochwertige Bar in Frankfurt wie diese bedarf aber schon eines ganz anderen Arbeitens, oder?
Natürlich. Ich habe mich immer schon viel selbst fortgebildet, an Schulungen und Wettbewerben teilgenommen, um dazu zu lernen und immer sauberer zu arbeiten. Meine Mitarbeiter wissen ein Lied davon zu singen, wie viel Wert ich auf Sauberkeit lege (lacht). Im Grunde bin ich wie unser Publikum: Das hat in Städten wie Heidelberg studiert und arbeitet jetzt hier in Frankfurt, und genauso bin ich jetzt als ausgelernter Bartender hier angekommen.

Also besteht Euer Publikum, trotzdem Ihr eine Hotelbar seid, aus vielen Frankfurtern?
Wir haben eher wenig Hotelpublikum. Wir sind ja auch nur indirekt eine Hotelbar, weil wir komplett eigenständig arbeiten und Mieter im Hilton sind. Unsere Gäste kommen aus Frankfurt und den umliegenden Städten, wir haben aber auch viele internationale Gäste. Es ist breit gefächert, sehr spannend.

Was an Eurer Bar sofort ins Auge fällt, ist die überdimensionale Kreditkarte. Was hat es damit auf sich?
Die Zahlen repräsentieren die Geburtsdaten unserer beiden Chefs, darunter findet man das Eröffnungsdatum. Daneben zweimal eine 18, das ist eine jüdische Glückszahl.

Zahlen viele Gäste bei Euch mit Kreditkarte, weil sie von Eurem Tresendesign inspiriert werden?
(Lacht) Nein, ich glaube nicht mehr als anderswo. Aber man hört schon öfter Leute etwas sagen wie „Ui, hier müssen wir auf jeden Fall ordentlich Geld ausgeben“, und machen sich einen Spaß draus.

Wie ist der Zusammenhalt unter den Frankfurter Bartendern? Es gibt ja sogar einen Kurzfilm über Bars in Frankfurt mit Protagonisten der Szene.
Wir sind eine eingeschworene Truppe. Auf Wettbewerben unterstützen wir uns lautstark gegenseitig und spielen den Barback füreinander. Es gibt einen großen Zusammenhalt.

Und außerhalb des bar lifes: Was ist dem Privatmenschen Neil Sweeney wichtig?
Seit einem Dreivierteljahr vor allem meine kleine Tochter: Sie hat natürlich Vorrang vor allem anderen. Fußball verfolge ich gern. Der Job nimmt einen allerdings schon sehr ein.

Vielen Dank und alles Gute weiterhin!

 

Gekkos Bar
Hochstraße 4
60313 Frankfurt am Main

gekkos-bar.com

Telefon: 069/133802480

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 18 bis 3 Uhr