Behind Bars: Ostbar

Behind Bars Ostbar

10 Fragen an Theresa Basel, die Bartender in der „Ostbar“ in Bamberg ist

 

1. Wer bist du und was machst du?

Ich bin Theresa Basel, studiere Molecular Science und arbeite als Bartenderin in der „Ostbar“ in Bamberg.

2. Bamberg ist ja zurzeit ziemlich angesagt in der deutschen Barszene. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Bamberg hat sich barkulturell über die letzten Jahre enorm entwickelt. Es ist nach wie vor als Bierstadt bekannt, hat sich aber auch in der deutschen Barszene etabliert, was meiner Meinung nach vor allem an den Menschen liegt, die in der Branche arbeiten und dieses eben nicht nur als Arbeit, sondern als Leidenschaft sehen. Man versucht sich und seine Drinks stetig weiter zu entwickeln und feilt an neuen Kreationen. Zudem haben sich auch einige meiner Kollegen über die letzten Jahre einen Namen in der deutschen Barszene gemacht.

3. Wie würdest du die „Ostbar“ in drei Wörtern beschreiben?

Urban. Charismatisch. Vielfältig.

4. Welchen Longdrink empfiehlst du uns?

Den „Dark’n’Spicy“: Gelagerter Rum, hausgemachtes Falernum, Limette und Thomas Henry Ginger Ale.

5. Und wenn es ein Cocktail sein soll?

Den „Brandy Lift“ aus unserer aktuellen Karte: Brandy, Dom Bénédictine, hausgemachtes Orgeat, Sahne und Thomas Henry Soda Water als Filler.

6. Was inspiriert dich?

Herausforderungen. Sie dienen mir als Inspiration und Motivation. Und Bartenderinnen wie Bettina Kupsa aus dem „Chug Club“ in Hamburg, die eine wahnsinnige Wärme und Begeisterung für die Arbeit hinter der Bar ausstrahlt.

7. Was ist deine „Gastgeber-Philosophie?“

Für mich hat die Arbeit in der Bar vor allem mit Charme, Know-how, Kreativität, viel Liebe zum Detail und Empathie zu tun. Man ist nicht nur Bartender, sondern eben auch Zuhörer und Fachmann bzw. -frau. Außerdem finde ich es wichtig, die Drinks – und nicht die eigene Persönlichkeit – in den Vordergrund zu stellen.

8. Es gibt immer noch relativ wenige Bartenderinnen. Was muss sich ändern, damit es mehr werden?

Ich glaube, eines der größten „Probleme“ ist es, unterschätzt zu werden. Einige Gäste trauen mir als Bartenderin kein fundiertes und fachkundiges Wissen über Spirituosen zu. Was zwar verfliegt, sobald ich mit dem Gast rede, doch sind diese niedrigen Erwartungen an Frauen in der Branche keine Seltenheit, obwohl wir Frauen hinter der Bar genauso arbeiten, Wissen vorweisen und Leistung erbringen können, wie unsere männlichen Kollegen. Außerdem existiert in vielen Köpfen noch das Bild von Männern hinter dem Tresen und Frauen im Service. Was, leider, auch heute noch in manchen Bars die Devise ist.

9. Wenn du selbst Gast in einer Bar bist, was ist dir am wichtigsten?

Guter Service und Herzlichkeit sind ausschlaggebend für mich. Je besser der Service und umso herzlicher man mir entgegnet, desto wohler fühle ich mich in einer Bar.

10. Bitte ergänze: 2017 werde ich …

… mehr reisen! Es dient mir in vielerlei Hinsicht als Inspiration.

Ostbar
Zollnerstraße 36
96052 Bamberg

http://ostbar-bamberg.de/

Öffnungszeiten:

Mo-Do: 20 Uhr till late
Fr-Sa: 20 Uhr till late
Sonntags geschlossen