The Wheel of Spirits: Episode American Whiskey

Spricht man das Thema Whiskey an, denken die meisten Menschen intuitiv an Schottenrock und Dudelsack und somit Scotch Whiskey. Hier befinden wir uns allerdings auf einem anderen Kontinenten, Amerika, die Heimat des American Straight Whiskey. In seinem Heimatland die klare Nummer eins, ist der Bourbon allerdings auch auf der globalen Bühne eine der populärsten Whiskey Sorten heutzutage.

Die Indianer kannten weder vergorene Pflanzensäfte geschweige denn gebrannte Destillate. Erst durch die Besiedelung Amerikas durch europäische Einwanderer kam der Schnaps in die neue Welt. Allen voran, wollten die schottischen und irischen Auswanderer nicht auf ihren geliebten Whisky verzichten. Da aber Gerste nur schlecht wuchs musste man auf andere Getreidesorten wie Roggen – engl. Rye – und Weizen – engl. Wheat – ausweichen. Bald fand man heraus, dass sich auch Mais ebenfalls gut in Whiskeyproduktion einbinden lies. Doch dann machte die amerikanische Prohibition (1920–1933) den meisten kleinen Brennereien in Amerika den Gar aus. Im Gegenteil dazu boomte der illegal eingeschmuggelte Whiskey des Nachbarlandes Canada umso mehr. Erst zu Beginn des 21. Jhd. sollte sich der American Whiskey wieder richtig erholen.

Heute teilt sich American Straight Whiskey nach hauptsächlich verwendetem Rohstoff in 2 Haupt-Kategorien ein: Bourbon und Rye Whiskey. Gesetzlich vorgeschrieben ist jeweils der Hauptbestandteil der Maische von mindestens 51% – bei Bourbon Mais und bei Rye Roggen. In der Praxis liegt dieser meist deutlich höher! Diese Maische aus verschiedenen gemahlenen Getreiden und ggf. Mais und Wasser wird dann durch Zugabe von Enzymen und Hefe vergoren. Das nach einigen Tagen entstandene sog. Beer wird dann in Coffey-Stills nach dem kontinuierlichem Brennverfahren destilliert.Die Destillation erfolgt zweifach, erst zu den sog. Low Wines und im zweiten Brennvorgang zu den High Wines. Bourbon darf gesetzlich nicht höher als 80%Vol. destilliert werden.

Nach der Destillation geht es für den White Dog mit höchstens 62,5%Vol. in die Fasslagerung in frische ausgebrannte amerikanische Eichenholzfässer. Für Bourbon gibt es dabei keine Vorgabe wie lange. Ein Straight Bourbon und auch der Rye Whiskey müssen 2 Jahre im Fass verweilen.

The proof is in the pudding – wie der Ami sagt. Deswegen haben wir euch drei tolle Rezepte ausgesucht, die euch genau das ermöglichen: den Horse’s Neck mit Ginger Ale, den BLT mit Tonic Water sowie den Call Me Grape mit Ultimate Grapefruit.

Ich hoffe euch hat unsere Wild West Tour gefallen.
Bottoms Up, und bis zum nächsten Mal!
Cheers!

Getextet von Philipp Mogwitz.