The Wheel of Spirits: Episode Gin

Gin

Im April hat sich bei The Wheel of Spirits alles um Gin gedreht. Ob im klassischen Martini oder im Gin and Tonic: Kaum eine Spirituose wurde im letzten Jahrzehnt so gehypt. Seit 2009 gibt es sogar an jedem zweiten Samstag im Juni den „World Gin Day“. Aber was genau ist drin im Gin? Wo kommt er her und seit wann wird Gin eigentlich getrunken?

Die ältesten Quellen in denen Gin erwähnt wird sind Berichte des Aztes François de la Boe aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Er schreibt von einem Schnaps namens Genever, was auf Holländisch Wachholder bedeutet.
Ende des 17. Jahrhunderts brachten englische Soldaten den Genever auf die Britische Insel, wo er Gin genannt wurde
Als Wilhelm III. von Oranien-Nassau 1689 den englischen Thron bestieg, förderte er die Produktion seines Lieblingsgetränks im eigenen Land.

Im London des frühen 17. Jahrhunderts war er so beliebt, dass eine regelrechte Epidemie in der Stadt ausbrach: Bier war durch Steuer zu teuer geworden, der Weizen war billig, man stieg aufs Selbstbrennen um. Das ging als „gin craze“ in die Geschichtsbücher ein.

Die Wacholderbeere ist immer noch das wichtigste Aroma des Gin, er wird aber mit vielen anderen sogenannten Botanicals wie Koriander, Ingwer, Kräuter, Schalen von Zitrusfrüchten angereichert – der Kreativität der Gin-Brenner sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Der Klassiker aber ist und bleibt der London Dry Gin – der darf nie Farbstoffe und Zucker enthalten und schmeckt in der Regel in erster Linie nach Wacholder, er muss aber nicht aus London kommen.

Gin ist in, kann man heute nur sagen. Die Vielfalt ist riesig, es entstehen ständig neue Produkte, jeder schmeckt ein bisschen anders. Wir zeigen euch, dass man neben einem Gin & Tonic auch noch einen Gin Buck mit Ginger Ale und The Tulip mit Genever und Mystic Mango zaubern kann.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß an unserem kleinen Gin-Exkurs und habt ein paar Inspirationen sammeln können. Gin-Gin und Cheers und bis zum nächsten Mal.

Getextet von Philipp Mogwitz.